Allgemeines zum Studium

Wer sich für ein Lehramtsstudium interessiert, steht vor drei großen Fragen:

  • Welche Schulform soll ich auswählen?
  • Wie finde ich den geeigneten Studienplatz?
  • Wie sind die Berufsaussichten, wenn ich mein Studium beendet hat?

Die Frage nach der Schulform hängt natürlich sehr stark damit zusammen, welche Altersgruppen ich eigentlich unterrichten möchte. Klar ist, dass man in der Grundschule mit anderen Fragen konfrontiert wird, als wenn man das Lehramt für Berufsschulen studierte. Auch die pädagogische Herausforderung ist von Schulform zu Schulform anders. Es macht schon einen Unterschied, ob ich motivierte Schüler unterrichte oder mit Schülern zu tun bekomme, die die Schule als notwendige Pflicht ansehen. Daneben spielt natürlich auch das Interesse an bestimmten Unterrichtsfächern eine große Rolle. Schlimm ist es, wenn man sich ein Leben lang mit einem Unterrichtsfach beschäftigen muss, das einem aber nicht liegt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich auch der Arbeitsumfang, der mit einem Fach verbunden ist. In allen Bundesländern unterrichten Lehrer in mindestens zwei Unterrichtsfächern. Handelt es sich dann um zwei Korrekturfächer, beispielsweise beim Lehramt für das Gymnasium bedeutet dies, dass man natürlich viel Zeit für Korrekturen aufwenden muss.

Nach der Entscheidung für die Unterrichtsfächer und Schulform geht es an die Bewerbung an Hochschulen. Viele Lehramtsstudiengänge haben eine Zulassungsbeschränkung (NC). Hier muss man also zusehen, dass man sich bei einem nicht so guten Abischnitt bei mehreren Hochschulen bewirbt. Dazu gehört eine Strategie, die man sich zurechtlegen sollte. Hinzu kommt, dass einige Studiengänge wie Kunst, Musik und Sport separate Aufnahmeprüfungen verlangen. Hier muss man sich rechtzeitig vor der Bewerbung damit vertraut machen und gut vorbereiten. Ist das Studium dann nach drei Jahren Bachelor und zwei Jahren Master geschafft, beginnt der Vorbereitungsdienst, der bis zu zwei Jahren dauern kann. Danach geht es dann in das Berufsleben. In keinem anderen Studienfach kann man so gut wie beim Lehramt den zukünftigen Arbeitsmarkt prognostizieren. Man kennt das Alter der Lehrer und die Schülerzahlen verändern sich nicht gravierend. Die Zahl der Absolventen des Lehramtsstudiums lässt sich wegen der begrenzten Studienplätze gut vorausberechnen. Die einzige Unsicherheit ist in der Politik zu suchen. So hat die Entscheidung für die Reduzierung der Schulzeit auf 8 Jahre am Gymnasium natürlich Auswirkungen auf den Lehrerbedarf an Gymnasien. Wenn nur noch acht Jahrgänge unterrichtet werden, spare ich mir jeden neunten Lehrer dadurch ein. Auch die Festlegung von Klassengrößen beeinflusst die Zahl der notwenigen Lehrkräfte.

Wer sich für ein Lehramtsstudium entscheidet, sollte sich auch überlegen, in welchem Bundesland er später unterrichten möchte. Jedes Bundesland hat seine eigenen Regeln in der Lehrerausbildung aufgestellt, da Bildung in den Zuständigkeitsbereich der Länder fällt. Ein Wechsel von einem in ein anderes Bundesland ist aber durchaus möglich, wenn auch manchmal schwierig.

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